Through the Pain – Time Heals Nothing (Reviews)

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Interpret:
28. August 2012 | Von | Kategorie: Reviews

Trist/TTP Split „Black Veils

Ihr kennt das vielleicht: man geht in einen CD Laden, kauft sich eine Split CD von einer Lieblingsband und ist dann im Endeffekt überrascht, dass das Album zwar genauso oft in der heimischen Anlage auf und ab rotiert wie erwartet, aber dann doch eher wegen der Split Beteiligung der vorher gänzlich unbekannten Band.  So erging es mir 2007 mit dem ersten musikalischen Lebenszeichen von Through the Pain in Form der Trist/Through the Pain Split, benannt Black Veils”.  Naja, zumindest fast so ähnlich – denn das gute Stück wurde mit einer Handlimitierung von nur 50 Stück nie offiziell über ein Label, geschweige denn CD Laden vertrieben. Die Anhängerschaft dürfte sich somit ziemlich überschaubar gehalten haben, welche dem Release des ersten Vollalbums Time Heals Nothing im späten Oktober 2009 entgegen fieberte.

 

DURCH DEN SCHMERZ..

Während Baelvect (der Mann hinter Through the Pain) bei der Split noch einen Drum Computer benutzte, wurde dieser mittlerweile abgeschafft und durch Richard Abrams(Hypothermia) professionell an den Drums ersetzt.  Auch mit Wiedergaenger (Total Negation) der den Bass bedient hat man ebenso kein unbeschriebenes Blatt aus der deutschen DSBM-Szene mit ins Boot geholt.

Baelvect

 

ZEIT HEILT GARNICHTS..

Leere Gitarren, einsamer Gesang und das Schlagwerk eines schwindenden Pulses. So könnte man den Einstiegssong Dwell in Agony grundlegend bezeichnen. Feine Basslinien lassen einen schon sehr schnell in einen Traum fallen, aus dem man – wenn es nach dem Protagonisten ginge – nicht mehr erwachen würde. Ich schließe meine Augen als No Way Outbeginnt. In der Ferne sehe ich weiße skandinavische Landschaften. Kälte, weit ab von jener Zivilisation. Man ist hier alleine. Nur die eigenen Emotionen und Gedanken begleiten einen zusammen mit den monotonen Schreien von Baelvect. “Abscence of Will” steht für mich für die Reise durch die Vergangenheit ins Licht. Man bewältigt Erinnerungen, Situationen und wird vor sich selbst gestellt. Es zeigt die guten und die schlechte Zeiten. Verbirgt das Kommende und nimmt einem zeitgleich jede Hoffnung für die Zukunft. Der Song lässt einen um das Vergangene trauern. Schritt vier “Time Heals Nothing” ist die Vollendung, das Schlusslicht und der Aufprall zugleich. Der Song gibt einem alles und garnichts und behält das Konzept bei – schleppend, monoton und in Trance verfallen bis zum Schluss.

 

Cover „Time Heals Nothing“

 

Fazit –  Die Belgier haben Trancelike Void, in Schweden hört man Hypothermia und in Tschechien huldigt man Trist. Wir haben Through the Pain! Time Heals Nothing  ist ein DSBM Album in seiner rohsten Form. Keine Synthesizer, Keine einfühlsamen Klavierparts oder eindringende Sprachgesang Passagen. Nur raue Monotonie. Jeder Hörer der hier eine DSBM Veröffentlichung ála Shining erwartet, soll hiermit gewarnt sein: LASST DIE FINGER DAVON! Denn diese Musik wurde nur aus einem einzigen Grund erschaffen:„… to drown in own blood and stare into the void“ – so wurde es zumindest in der Split niedergeschrieben.

 

 

Veröffentlicht wurde das ganze übrigens durch das Schwedische Label Total Holocaust Records, unter wessen Banner man schon Alben von  Hypothermia, Lifelover oder Lurker of Chalice rausbrachte.

 

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Label: Total Holocaust Records

Bandpage: http://www.facebook.com/throughthepainofficial?ref=ts

Format: CD

Veröffentlichungstermin: 26. Oktober 2009

Trackliste:

  1. Dwell in Agony
  2. No Way Out
  3. Absence of Will
  4. Time Heals Nothing

 

(9 / 10)
(9 / 10)

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