Manetheren – Time (Reviews)

1 Punkt2 Punkte3 Punkte4 Punkte5 Punkte6 Punkte7 Punkte8 Punkte9 Punkte10 Punkte (2 votes, average: 5,50 out of 10)
Loading...
Interpret:
1. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Reviews

Manetheren – Time

Auch wenn die USA von vielen nicht gerade als die Heimat des Black Metals angesehen werden, erschienen besonders in den letzten Jahren einige sehr interessante Bands auf der anderen Seite des Atlantiks. Besonders durch Gruppen wie Wolves In The Throne Room wurde der eigens dafür erschaffene Begriff (denn es ist streitbar, ob es ein richtiges Subgenre ist) Cascadian Black Metal geprägt. Dass dieser nicht alle US-amerikanischen Bands beschreibt ist natürlich logisch und auch Manetheren schwimmen weder geographisch noch musikalisch im kaskadischen Fluss. Nach den ersten drei Alben bis 2006 kommt jetzt sechs Jahre später der vierte Output namens Time. Das Album enthält 6 Lieder, betitelt mit den römischen Ziffern I bis VI, und erstreckt sich über fast eine Stunde und 15 Minuten.

Von Anfang bis Ende wird die Musik besonders von einem triumphiert: Gitarrenriffs. Typisch für Atmospheric Black Metal strecken sich diese über die überlangen Songs. Dadurch und aufgrund der fließenden Ambientübergänge verschmelzen die Tracks beinahe zu einem Werk. Trotzdem sollte man sich die Lieder auch einzeln anhören, denn die Qualität und Intensität der Riffs und die begleitenden Synthesizer und Vocals unterscheiden sich teilweise sehr. So können besonders I und II kaum überzeugen, denn die Gitarrenriffs schaffen es nicht, eine Atmosphäre zu kreieren, die Lieder in dieser Länge benötigen, um den Hörer in den Bann ziehen zu können. Auch die kurzen, ruhigeren Momente, in denen Post-Rock Einflüsse durchschimmern, heben die Songs auf kein zufriedenstellendes Level. Glücklicherweise ändert sich nahezu all dies mit III. In dem über 15 Minuten lange Stück entstehen durch Gitarre, Synth und klarem Gesang zum ersten Mal auf dem Album eine dichte Atmosphäre, fast eine Soundwall in die man erstmals versinkt.

Azlum und Gionata Potenti

Dadurch entwickelt sich III schnell zu meinem persönlichen Favoriten auf dem Album. Was einerseits aber auch schade ist, denn demnach erreichen die nachfolgenden Songs nicht das gleiche Niveau. Trotzdem sind auch IV, der kürzeste Song auf dem Album, und V besser als der schwächelnde Anfang. Time endet mit VI, dem mit 17 Minuten Spieldauer längsten Song auf der Platte. Auch hier wird die vorige Linie weiterverfolgt, trotz seiner Überlänge bietet er aber nichts neues.

Der Gesang bleibt in allen Songs ehr im Hintergrund, was auch nicht weiter stört, denn zum einen ist er nicht sehr spektakulär und zum anderen liegen keine Lyrics zum Mitlesen vor.  Alles in Allem hat man mit Time ein solides Stück Musik, welches allerdings nicht bahnbrechend oder neuartig ist. Überzeugen wird diese Platte dennoch den ein oder anderen Atmospheric-fan, wohl vor allem jene, die wenig mit dem Cascadian BM Hype anfangen können.

[contentbox headline=“Manetheren – Time“ type=“normal“]

 

Bandpage:  www.myspace.com/manetheren

Format: CD

Veröffentlichungstermin: 21.09.2012

Trackliste:

1. I
2. II
3. III
4. IV
5. V
6. VI

(6 / 10)

 

 

 

[/contentbox]

Gelesen: 179 · heute: 0 · zuletzt: 18.01.2019

Schreibe einen Kommentar