Sarkrista – The Acheronian Worship (Reviews)

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Interpret:
23. April 2013 | Von | Kategorie: Reviews
Sarkrista - The Acheronian Worship

Sarkrista – The Acheronian Worship

Dass Hamburg eine florierende Black Metal Szene zu bieten hat ist nicht erst seit gestern bekannt. Auch einige der in unserer Redaktion stets in den Himmel hoch gelobten Gruppen stammen aus der Stadt an der Elbe. Von der Kapelle die ich euch jedoch heute ans Herz legen möchte habe ich zugegebenermaßen vorher noch nie gehört. Sarkrista scheinen allerdings auch einfach urplötzlich dagewesen zu sein. Ohne vorangegangenes Demo, ohne sonstige Lebenszeichen liegt das Album einer jungen Band vor mir, die bereits seit 2011 zu existieren scheint und mit „The Acheronian Worship“ auch gleich ein ordentliches Brett vorlegt.

 

Informationen über das Quartett aus dem hohen Norden, welches sich sichtbar rohen, ursprünglichen Schwarzmetall auf die Fahne geschrieben hat, sind spärlich gesät. Dennoch scheint es recht offensichtlich, dass man hier trotz fehlender vorheriger Lebenszeichen keinen unerfahrenen Musikern Gehör schenkt. Artwork und Promofotos lassen schon vermuten, was die Musik bereits kurz nach dem Einlegen bestätigt: hier geht es sehr, sehr „finnisch“ zu. Natürlich nur darauf bezogen, dass hier Anhänger von Bands wie Sargeist, Horna oder Behexen ihre helle Freude haben werden.

 

Sarkrista

Sarkrista

Nach dem obligatorischen Keyboard-Intro erwartet man zwar schon zu Recht nicht allzu Innovatives, aber daran stellt Musik dieser Art ja zum Glück auch gar keinen Anspruch. Ab „Grim Satanic Vengeance“ wird der Teufel nämlich bei den Hörnern gepackt und zu Sound der weder zu glatt, noch nach Kassettenrekorder-Aufnahme klingt, nach vorne geprescht. Dabei geht man angenehm „verstaubt“ und mit wenig Interesse an Trends oder Weiterentwicklungen, die der Black Metal in den letzten Jahren erfahren musste, vor. Das Keyboard wurde wohl direkt nach dem Intro zurück in den Abstellraum verbannt und von da an nur noch Wert auf einen merklich organischen Sound gelegt, der die übrigen Instrumente ordentlich in Szene setzt. Besonderes Augenmerk der Hamburger liegt dabei spürbar auf  den melodischen skandinavischen Riffs mit starkem Wiedererkennungswert, die oft direkt ins Ohr gehen. Passend dazu wird im einzigen auf deutsch vorgetragenen Titel „Ruthless Winter“ von Sänger Revenant keifend dem Nordland gehuldigt. Hier würde es mich freuen wären noch weitere Titel mit deutschen Texten auf dem Album. Denn gerade so entwickelt die charismatische Stimme im Refrain etwas hymnenhaftes, das hängen bleibt und den Song klar von den anderen (beinahe) durchgehenden Up-Tempo Stücken abhebt.

 

„Beinahe“, weil die Hamburger gerade als Abschluss ihres Debüts den einzigen langsamen Titel „Black Clouds of Revelation“ gewählt haben. Ein Song, der vielleicht nicht wirklich repräsentativ für die Musik Sarkristas ist, aber dennoch als abschließendes Highlight gesehen werden kann. Die schleppende Atmosphäre, mit der sie die Scheibe ausklingen lassen, zeigt deutlich, dass die Vier nicht nur knüppeln können, sondern auch getragene Passagen ihnen durchaus gut zu Gesicht stehen. Anhänger der oben genannten Gruppen können bei „The Acheronian Worship“ bedenkenlos zugreifen und werden den Kauf nicht bereuen. Da bleibt wirklich nur zu hoffen, dass man von dieser Band noch viel hören wird und Sarkrista nicht wieder so spurlos verschwinden wie sie aufgetaucht sind…

 

 

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Label: Misanthropic Art Productions

Format: CD

Veröffentlichungstermin: 08.03.2013

Trackliste:

  1. Introduction
  2. Grim Satanic Vengeance
  3. Funerals and Flaring Torches
  4. Ruthless Winter
  5. Messenger of Harm
  6. Realm of Eternal Coldness
  7. Wrath Incarnation
  8. Black Clouds of Revelation

 

(8 / 10)

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Gelesen: 307 · heute: 0 · zuletzt: 02.11.2017

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