Lustre – They Awoke to the Scent of Spring (Reviews)

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Interpret:
4. August 2012 | Von | Kategorie: Reviews

They Awoke to the Scent of Spring

Nachtzeit, das bezeichnet nicht nur jene Stunden, in der die meisten Menschen sich in das Land der Träume begeben um sich von den täglichen Strapazen zu erholen, ich dieses Review verfasse, oder Hase und Igel sich gute Nacht sagen. Nein, jene Zeit dient unter anderem auch dem jungen Schweden Henrik Sundig als Pseudonym für seine Ein Mann Formation Lustre. Doch Nachtzeit wird wiederum nicht nur mit Lustre in Verbindung gebracht, denn immerhin war er schon in Bands wie Hypothermia, Durthang, Life Neglected (Empfehlung!) aktiv und rief im Frühjahr dieses Jahres sogar sein Folk Metal Projekt Ebon Lore ins Leben. Talent für so viele musikalische Aktivitäten ist allemal vorhanden, denn neben dem Gesang beherrscht der Multi-Instrumentalist noch Gitarre, Bass, Schlagzeug  und vor allem die bei Lustre stark eingesetzten Synthesizers perfekt. Also alles um seinen Hörer auch mit They Awoke to the Scent of Spring ein vollkommenes Klangerlebnis zu bieten.

 

Ganz im Stile bereits vorausgegangener Alben ist auch They Awoke to the Scent of Spring in eine Nummerischer Reihenfolge von I- IV gegliedert. Part I beginnt da, wo Lustre´s große Werke wie Serenity oder Night Spirit aufgehört haben. In tiefdunkler Atmosphäre läutet man unter den stark verzerrten Schreien das Album ein, bis Nachtzeit gegen Ende des Songs komplett verstummt und er die überwältigenden

Nachtzeit

Keyboards für sich sprechen lässt. Mit Part II beginnt auch schon mein persönlicher Höhepunkt des Albums. In stark Hymnischer Darbietung, erschafft Nachtzeit von Anfang an ein Leuchtfeuer aus Synthesizer Black Metal, verfeinert mit den wiederkehrenden Tastenklängen seiner Keyboards. Von der Atmosphäre vergleichbar mit einem alten schottischen Landsmann der nur mit Dudelsack bewaffnet an den Highlands stehend, mit seiner Musik dem Sturme trotz, lässt Lustre bei diesem Song sein gesamtes Können unter Beweis stellen und zeigt wie Ambient Black Metal klingen soll und zu klingen hat. Die beiden Instrumentalstücke III & IV stellen Zusammen auch schon eine Art Abschluss dar. Während Part III mit seinen verträumten Akustik Gitarren und Keys noch zum Verweilen einlädt, erhält der Hörer bei der Vertonung von Regengeplätscher und ruhigen Ambient Parts in Part IV schon eher das Gefühl am Ende des Albums angelangt zu sein, welches man auch nach 40:14 Minuten erreicht hat.

 

Die Covergestaltung fällt á la Lustre wieder einmal sehr schlicht aus und bildet lediglich eine in Sepia gehaltene Waldlichtung samt Bandlogo und Titel ab. Auch textlich hat man mit They Awoke to the Scent of Spring keine besonderen lyrischen Ergüsse zu erwarten, so das Nachtzeit beim Songwriting mit 2 Sätzen alles gesagt hat, was es Auszusprechen gilt. Vielleicht schade, vielleicht auch besser so, denn um Atmosphäre aufzubauen bedarf es nicht vieler Worte, was Lustre mit dieser Veröffentlichung wieder einmal beweist.

 

Fazit – Lustre entwickelt sich! Auch wenn ich mit den letzten beiden Werken A Glimpse of Glory und Of Strength and Solace eher wenig Fortschritt vernahm, sehe ich in der Neuerscheinung einiges an Potenzial. Man erfindet sich zwar nicht neu, baut aber dennoch seine Stärken aus und weiß diese Zusammenzufügen. Fans der bisherigen Werke können somit gespannt dem Release entgegenfiebern. Allerdings muss man sich noch bis Anfang September gedulden, denn dann wird They Awoke to the Scent of Spring endlich veröffentlicht und auch hier zu Lande erhältlich sein.

 

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Label: De Tenebrarum Principio

Bandpage: Lustre @ Facebook / Lustre @ Myspace / Lustre @ YouTube

Veröffentlichungstermin: 03.09.2012

Trackliste:

    1.   Part I
    2.   Part II
    3.   Part III
    4.   Part IV

 

(8/10)
(8/10)

 

 

 

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