Laster – Wijsgeer & Narreman (Reviews)

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20. Juli 2012 | Von | Kategorie: Reviews
Laster – Wijsgeer & Narreman

Laster – Wijsgeer & Narreman

Ihr habt ein Black Metal Projekt aber keine Ahnung wie ihr auf euch aufmerksam machen sollt? Dafür gibt es DIE Lösung: Vergleicht euch doch einfach überall mit Urfaust! Vorzugsweise natürlich wenn ihr Holländer seid, oder einen düster/ bizarren Ambient-BM spielt. Letztendlich braucht es aber wohl auch überhaupt keinen Zusammenhang um bei dem derzeitigen Status des Kult-Duos zumindest deren Anhänger dazu zu bewegen mal ein Ohr zu riskieren. Vielleicht hat sich ihr Label Dunkelheit Produktionen auch gedacht „Hey, Laster sind ja auch zwei Leute – genau wie Urfaust!“ als es daran ging den Sound der Niederländer auf ihrem ersten Demo „Wijsgeer & Narreman“ zu umschreiben.

 

Laster

Laster

Dabei beweisen diese eigentlich recht schnell, dass man in Holland durchaus auch Instrumente spielen kann ohne hauptberuflich Designer für eigene Band Shirts in immer geschmackloseren Farben zu sein. Die drei Titel die durchgehend über einen angenehmen kantigen und knarzigen Sound verfügen, versprühen ein gewisses Old-School Feeling weit Abseits klargespülter Produktionen, ohne dabei jedoch den Eindruck zu machen wirklich in der Garage zu einem Kasten Grolsch eingespielt worden zu sein. Hauptaugenmerk bilden Flächendeckende Riffs mit einer gewissen hypnotischen Monotonie, die den Hörer recht schnell in seinen Bann zu ziehen vermag. Wer meint mich nun doch bei einem Urfaust Vergleich erwischt zu haben irrt gewaltig, denn Laster klingen dabei nicht wirklich verstörend oder gar surreal als viel mehr atmosphärisch ohne sich dabei dem Trend eines „Post Black Metal“ unterzuordnen. Wenngleich man auch fast vollständig mit Midtempo arbeitet und nur selten einen Zahn zulegt, scheint der Fokus auf Black Metal zu liegen der auf die 90er ausgerichtet ist..

 

Auch gesanglich würde man die beiden Niederländer wahrscheinlich eher in die Ecke eines frühen Burzum Ablegers schieben – was zugegebenermaßen nicht sehr innovativ klingt, aber was braucht man schon mehr als ein paar hohe klagende Count Grishnack Vocals um die Atmosphäre perfekt zu machen? Dabei geht es in den komplett holländischen Texten ja eigentlich um das Paradethema Goethes Faust und weniger um das traurige Alltagsleben. Bevor ich mein Gemecker über nicht nachvollziehbare Bandvergleiche zu Beginn nun allerdings selbst ad Absurdum führe, lege ich euch lieber ans Herz euch auf der Bandcamp Seite der Gruppe das Demo zunächst einmal kostenlos herunterzuladen, um euch dann insbesondere des abschließenden Titeltrack zu gemüte zu führen. Dieser besticht neben den schon erwähnten Vorzügen außerdem durch ein kurzes Intermezzo an der Akustikgitarre und besonders melodischen Riffs und stellt damit den finalen Höhepunkt der 19 minütigen Demo dar. Zumindest mich haben Laster nach einigen Durchläufen so sehr überzeugen können, dass wohl eins der insgesamt 100 Tapes oder aber die MCD-Version (limitiert auf 500 Stück) bei der nächsten Musik-Bestellung in meinem Warenkorb landen.

 

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Label: Dunkelheit Produktionen

Bandpage: http://laster.bandcamp.com/

Veröffentlichungstermin: 01.06.2012

Trackliste:

    1. In levenskolken, in dadenstorm
    2. Tot eenheid verweven
    3. Wijsgeer ende narreman

 

(8/10)

(8/10)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gelesen: 206 · heute: 0 · zuletzt: 08.10.2018

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