Skálmöld – Börn Loka (Reviews)

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Interpret:
18. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Reviews

Skálmöld – Börn Loka

Nachdem Skálmöld mit ihrem Debütalbum „Baldur“ weltweit die Viking Metal Szene gestürmt haben, werden die Isländer aus Reykjavik nun ihr zweites Werk „Börn Loka“ veröffentlichen. Bestehend aus zehn Songs, die alle nach nordischen Göttern und Fabelwesen benannt sind, hat das Album mal wieder genau ins Schwarze getroffen. Nun spielen Skálmöld nicht wirklich traditionellen Viking Metal à la Falkenbach, dennoch würde ich den mit folkigen und klassisch-choralen Klängen angereicherten Black Metal als solchen klassifizieren. Die Texte sind komplett in isländischer Sprache gehalten, was das Gefühl erzeugt, sich mitten im frühmittelalterlichen Skandinavien zu befinden, was natürlich optimal zu den epischen Melodien der Lead-Gitarre passt.

 

Ganz zu Beginn erklingt mit etwas mehr als zwei Minuten Länge das Intro „Odinn“, was sehr klassisch anmutet und mit Viking vom musikalischen Standpunkt aus gesehen erst mal gar nichts zu tun hat. Der Titel deutet jedoch schon auf den Göttervater hin, sobald „Sleipnir“ als erster „echter“ Song erklingt, fügt sich auch das vorher befremdlich wirkende Intro gut ein. Sowieso ist der Zusammenhang unter den einzelnen Stücken immer erkennbar, auch wenn sie teilweise ziemlich unterschiedlich sind. An fünfter Stelle ist ein Zwischenspiel zu hören, was an der Stelle sehr gut passt, zuvor jedoch erklingt „Fenrisulfur“ auf der vierten Spur, ein absolut großartiges Lied. Der Song ist ein Anspielen auf jeden Fall wert, er beinhaltet sowohl die normalen Growls, als auch Klargesang und eine andere Art des Schreiens, wie ich sie vorher selten gehört habe. Auch Fans progressiver Klänge sollten sich dieses Stück mal anhören, es hebt sich sehr vom Rest der Platte ab, sowohl durch Tempowechsel als auch ungewöhnliche Riffs und Strukturen.

 

Generell werden auf diesem Album Fans fast jeden metallischen Stiles bedient, sei es durch Melodien, Techniken oder den Aufbau eines Liedes. Dies wird ja in gewisser Weise auch schon durch den Namen „Skálmöld“ angekündigt, dieser bedeutet nämlich so viel wie „Gesetzlosigkeit“. Alles in Allem handelt es sich jedoch um Viking Metal, der besonders Fans von Sólstafir interessieren könnte. Diese allerdings kennen die Band ohnehin schon, Sólstafir macht ja nicht gerade wenig Werbung für sie.

 

Skálmöld

Auffallend viel Klargesang enthält der auf das Zwischenspiel folgende Song „Midgardsormur“, daran könnte ich mich glatt gewöhnen, ein toller Track! Im Anschluss wird es folkig mit Geige und „Narfi“, der mit nur vier Minuten der kürzeste „ganze“ Song auf dem Album ist. Das Lied mag zwar weitaus konventioneller sein als der Rest der Platte, ist jedoch auch das folkigste Stück und hat damit ganz natürlich eine tolle Melodie, was man von vielen „Folk“ Bands nicht behaupten kann. Das Album endet mit „Loki“, welches sehr kreativ arrangiert und ausgearbeitet wurde und quasi noch einmal alle Emotionen, die im Laufe des Albums erzeugt werden, zusammenfasst.

 

Napalm Records haben mit dieser Band einen echten Diamanten ans europäische Festland gezogen, das Album ist absolut gelungen, allerdings ist noch ein wenig Luft nach oben. Damit gibt es von mir neun Punkte.

 

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Label: Napalm Records

Bandpage: http://www.skalmold.is/

Format: CD

Veröffentlichungstermin: 26. Oktober 2012

Trackliste:

1. Odinn

2. Sleipnir

3. Gleipnir

4. Fenrisulfur

5. Himinhrjodur

6. Midgardsormur

7. Narfi

8. Hel

9. Vali

10. Loki

(9 / 10)

(9/10)

 

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